Brutalismus. Ein Architekturstil, der Sichtbeton als Hauptmaterial des Bauwerks zeigt. Die Namensgebung kommt aus dem französischen béton brut und bedeutet „roher Beton“. Der anorganische Baustoff behält in den Bild-kompositionen einen wichtigen Stellenwert und präsentiert genauso kalt diese entmenschte Gegend.
Ein surrealer Ort, an dem die Zeit stehengeblieben scheint. Bildfragmente aus sechs verschiedenen Städten Euro-pas wurden in einem Zeitfenster von drei Monaten aufgenommen. Um im nächsten Schritt zu einer dystopischen Landschaft vereint zu werden. Das Triptychon wird durch ein Wiedererkennungselement zusammengehalten und zeigt eine Industrieansiedlung in einem Wohnviertel. Oder doch eine nahe Zukunft? Die Natur musste Platz ein-büssen. Der Brutalismus hat eine bedeutende Stellung in dieser Gegenutopie und zeigt, wie seine Materialsichtig-keit selbst, den Grauton mit voller Präsenz.

Sarajevo, London, Paris und das Ruhrgebiet in Deutschland dienten als Kulisse für die Aufnahmen der Bauwerke. Sie ist das Resultat akribischer Retuschearbeit, um ebenso durch die Berücksichtigung perspektivisch zentrierter Fotogra e möglichst realitätsnah zu wirken. Die Fragmente integrieren sich durch Fotomontage und platzieren ohne Stilbruch den brüchigen Beton als Anschauung eines künstlerischen Werks.